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Gesundheit

Erbrechen/Durchfall

Warum frisst mein Hund Gras?
Hunde sind Allesfresser, also benötigen sie auch Pflanzliches, wie Gemüse und Obst. Aber Gras fressen sie nicht, um sich zu ernähren. Warum der Hund Gras frisst, ist wissenschaftlich nicht geklärt, aber eine natürliche Verhaltensweise.
Möglicherweise benötigt er aber auch die im Gras enthaltene Folsäure, um leichter zu erbrechen.

Sind Futterzusätze sinnvoll bzw. nötig?
Futterzusätze sind bei verschiedenen Erkrankungen (z.B. Arthrose, Herzerkrankungen) und bei Jung- und Sporthunden sinnvoll.
Alleinfuttermittel  für Hunde enthalten in der Regel alle notwendigen Nährstoffe in ausreichender und ausgewogener Form. Bei Hunden, die gebarft werden, sollte man diese Defizite durch die Gabe von Futterzusätzen ausgleichen.
Bei Futtermedicus (www.futtermedicus.de), der tierärztlichen Fütterungsberatung, erhält man Antworten für alle Fragen rund um die gesunde, ausgewogene und optimale Ernährung für Hund oder Katze.
Futterzusätze im Zusammenhang mit Verhaltensstörungen oder Krankheiten sind immer mit dem Tierarzt oder dem Tierhomöopathen abzusprechen.

Warum erbricht mein Hund?
Erbrechen ist die Entleerung des Magen- und/oder des Speiseröhreninhalts unter Einsatz der Bauchpresse (Druckerhöhung durch Anspannung verschiedener Muskelgruppen im Bauchbereich) entgegen der natürlichen Richtung. Als Regurgitieren wird in erster Linie das Wiederhochkommen (ohne Einsatz der Bauchpresse) von Speisen in das Maul bei bestimmten Erkrankungen der Speiseröhre oder des Magens bezeichnet.
Das Erbrechen ist eine natürliche Schutzfunktion des Körpers gegen schädliche Einflüsse von außen. Verschiedene Lebensumstände können beim Hund auch zum Erbrechen führen, ohne dass dabei medizinische Hintergründe Anlass zur Sorge geben würden (zu schnell verschlungenes Futter oder Stress).
Andauerndes Erbrechen und Erbrechen, das sich mit anderen krankhaften Symptomen verbindet und mit einer Verschlechterung des Allgemeinzustandes einhergeht, kann schwerwiegende Folgen haben. Als Faustregel gilt daher:  Ist das Allgemeinbefinden nicht beeinträchtigt und legt sich das Erbrechen innerhalb von weniger als 24 Stunden, kann der Hund durchaus konservativ vom Hundebesitzer selbst behandelt werden. Treten aber andere Beschwerden wie Blut im Erbrochenen, Durchfall, Fieber, Schwäche oder Atemnot auf, oder verschlechtert sich der Allgemeinzustand zunehmend, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Schonkost für Hunde nach Magen-/Darmproblemen - was kann ich geben?
Huhn mit Reis gekocht, ganz leicht gesalzen - 2-3 kleine Mahlzeiten pro Tag.
Huhn gekocht, Hüttenkäse, Reis

Vergiftung - wie erkenne ich sie und was muss ich tun?
Starkes Speicheln, Krämpfe, Zittern, heftiges Erbrechen und Durchfall sind Symptome, die eventuell auf eine Vergiftung schließen lassen.  Ungewohnte Pupillengröße, erschwerte Atmung und Blutungsneigungen gehören auch dazu.
Die am häufigsten vorkommenden Vergiftungsarten sind
- Chemikalien im Haushalt (Rattengift, Schneckenkorn, Mottenpulver, etc.)
- Giftpflanzen (Gladiolen, Maiglöckchen, Oleander, Weihnachststern, etc.)
- versehentlich eingenommene Medikamente
Erstversorgung durch den Tierhalter:
- das Tier vom Gift trennen und das Maul mit Wasser ausspülen
- Körperteile, die mit ätzenden Substanzen in Berührung gekommen sind, sofort mit viel
  Wasser abspülen
- wurden giftige Gase eingeatmet, dass Tier sofort an die frische Luft bringen
- bei Haut- und/oder Fellkontakt mit Säuren kann eine äußerlich angewendete Spülung mit
 Seifenlauge zur Neutralisation der Säure führen
Bitte dringend beachten, dass man das Tier nur dann zum Erbrechen bringen sollte, wenn es bei Bewusstsein ist, weniger als 30 Minuten seit der Aufnahme verstrichen sind und die Substanz weder reizend noch ätzend wirkt.
Milch eignet sich nur bedingt als Gegenmittel (z.B. bei Blei , Quecksilber). Ansonsten ist sie eher schädlich als hilfreich, da sie die Aufnahme des Giftstoffes eher beschleunigt.

Mein Hund hat einen Fremdkörper verschluckt? Wie merke ich das? Was kann ich tun?
Hunde verschlucken öfters im Spiel oder aus Neugier Fremdkörper aller Art. Dann drohen Organschäden, Darmverschluss oder Ersticken und es ist besonnenes Handeln notwendig.
Die Fremdkörper können, je nach Größe und Beschaffenheit,  im Körper des Hundes zwei Wege nehmen . Einmal über den Hundemagen und danach in den Darm, oder eben in die Atemwege.  
Anzeichen für Fremdkörper in der Speiseröhre können u.a. Erbrechen oder Würgen mit zunehmender  Mattheit sein. Die Gegenstände können den Magen-Darm-Trakt stark beeinträchtigen. In jedem Fall sollte man das Teil nicht herausziehen, da dabei schwere Verletzungen entstehen könnten. Manche Fremdkörper können den Hund jedoch auch auf natürlichem Wege wieder verlassen (z.B. kleine Murmeln).
Atemnot, Bewusstlosigkeit, der Hund bekommt eine blaue Zunge und Lefzen, Husten oder Niesen sind starke Anzeigen für einen Fremdkörper in den Atemwegen. Die Atmung des Hundes wird ab und an auch von Pfeifgeräuschen oder Rasseln beeinträchtigt, Schaum oder glasiger Speichel tropfen aus der Hundeschnauze oder werden ausgehustet. Eventuell kann man dem Hund helfen, indem man ihn an den Hinterbeinen anhebt oder ihm während er hustet zwischen die Schulterblätter klopft.
Der allgemein bekannte Tip, dem Hund Sauerkraut zu verabreichen, rührt daher, dass man glaubt, das Sauerkraut würde das Erbrechen des Gegenstandes erleichtern bzw. den evtl.  "kratzigen" Fremdköper einwickeln, um die Peristaltik vor Verletzungen zu schützen.

Monika Kaltner-Muschkiet

 
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